• Michaela Richter

Vom Opfer in die Verantwortung


In meinem letzten Blog bin ich ja dem Thema Bewusstseinsentwicklung noch aus dem Weg gegangen, obwohl ich schon spürte, dass ich in diesem Bereich auch Artikel schreiben sollte.

Aber dazu etwas zu schreiben bedeutet natürlich auch, dass ich mich öffnen, mich zeigen sollte.

Denn nur theoretisch von einer Entwicklung bzw. Bewusstseinsentwicklung zu schreiben berührt ja weniger, bzw. ist es für andere vermutlich nicht authentisch spürbar. Gut, da mir das Leben nun aktuell gleich mal ein Ereignis schickte nehme ich die Gelegenheit beim Schopf, öffne mich und kann dir ganz aktuell wiedergeben wie ich mit einer Situation umgehe, die ich mir so nicht gewünscht habe.

Aber nun von vorne.

Wir sind ja nun schon seit einigen Jahren mit unserem Wohnmobil unterwegs. Heuer sollte es zu den Niederländern gehen. Man hört ja immer wieder Schönes von dem Land, aber wir kannten bisher noch nichts davon.

Also, alles was man so braucht und auch nicht unbedingt braucht wird eingepackt und los geht’s.

Der Plan war an der unteren Westküste zu beginnen und langsam über 2 Wochen die Küste hoch-zufahren. Die erste Woche klappte alles ganz wunderbar. Das Land ist schön, die Menschen sehr nett, auch für den veganen Genuss ist gut gesorgt und das Wetter bescherte uns Hitze, Wärme, Regen aber auch Kühle. Alles gut…..bis zum Start der 2. Woche.

Wir wollten nach Edam fahren, weil es als sehenswertes Städtchen beschrieben wird, fuhren jedoch vorher noch zu einem Supermarkt. Ich stieg aus dem Fahrzeug aus und landete mit meinem linken Fuß in einer größeren Unebenheit um nicht zu sagen einem Loch. Mein Fuß knickte krass um, es krachte (das hörte allerdings nur mein Mann), ich spürte einen Schmerz und mein Auge sah eine gigantische sofort anschwellende Beule am äußeren linken Sprunggelenkknöchel. Gleichzeitig merkte ich dass alles Blut nach unten in den Fuß floss und ich musste mich auch sofort hinlegen um nicht umzukippen. Nun gut, Ende der Dramatik. Nach einigem hin und her entschlossen wir uns sofort heim zu fahren um das hier ansässige Krankenhaus aufzusuchen. Hier wurde dann abends ein Bruch des linken Sprunggelenkknorpels diagnostiziert und jetzt sitze ich mit einem schicken blauen Gips für 6 Wochen herum. Juchhu…..

Das war nun der Ablauf und die körperliche Situation. Aber was ist jetzt eigentlich psychisch so Sache?

Erstmal war ich mit dem Schmerz, dem Schreck und der Diagnostik beschäftigt. Bei der 8- stündigen Rückreise kam mir dann natürlich so allerhand in den Sinn. Erst war da Zuversicht und Hoffnung, dass das einfach nur eine Bänderdehnung ist. Dann spürte ich jedoch, dass das vermutlich wohl eher ein Bänderriss sei? An einen Bruch dachte ich eher nicht, weil ich mir das irgendwie nicht vorstellen konnte. Schließlich bin ich ja „nur“ umgeknickt. Also beschloss ich mich erstmal mit Energiearbeit zu beschäftigen. Ich stellte mir vor, wie ich noch vor dem „Fehltritt“ herumlief, wie sich mein Fuß anfühlte als noch alles gut war und stellte mir dann vor, dass im Krankenhaus der Arzt mir meine Bänderdehnung bestätigte und ich in einigen Tagen wieder geheilt wäre. Ich schickte viel Energie in den Fuß und ging davon aus dass alles gut ist.

Vielleicht fragst du dich warum ich mir nicht vorstellte, dass der Arzt mir signalisierte, dass alles ok ist und ich weder eine Bänderriss noch eine Dehnung hätte? Ich weiß, dass mir dieses Bild nicht gelungen wäre, weil ich mein geschwollenes Bein sehen konnte und ich das Gefühl gehabt hätte mich mit diesem Bild zu beschwindeln. Also man kann sich nur das vorstellen bzw. das visionieren, das das Unterbewusstsein auch glauben kann.

Nach dem Krankenhausaufenthalt und der Diagnose des Bruches fiel in mir dann der positive Vorhang und es kam Ärgernis durch, inklusive der Frage des Warum? Ärger auf mich, auf den Partner, das Loch, den Umständen, meiner Dummheit und und und…..!

Kennst du das auch? Diese Prozesse zwischen Hoffnung und absoluter Hoffnungslosigkeit?

Ich denke, dass sowas auch durchaus normal ist. Du darfst dich über ein Missgeschick ärgern, ja du sollst das sogar, denn sonst bleibt diese Energie ungesehen in dir und richtet Schaden, bzw. Stau an. Also raus mit den ganzen negativen Gefühlen. Ich war da wirklich in einer wütenden Verweigerung. Ich wollte keine Schüsslersalze einnehmen oder mir sonst irgendwas geben. Ich wollte nicht über das Warum nachdenken. Ich wollte einfach schmollen. Schmollen dem Leben gegenüber und Opfer sein.

Ich schimpfte, ich schmollte, ich war ärgerlich, ja wütend.

Glaube mir……so ein Zustand ist normal und wichtig. Allerdings aber nur für eine begrenzte Zeit.

Denn viele bleiben sehr lange in diesem Opferstatus und das ist dann nicht gut.

Es blockiert das ganze Energiesystem und Heilung gelingt dann nur sehr langsam, bzw. gibt es dann oft auch noch Komplikationen. Also, nachdem die Negativität ausgelebt ist, setze dem Ganzen ein Ende und mache den nächsten Schritt.

Nämlich das „ Annehmen“, oder besser gesagt das „Akzeptieren“ der Situation in der du steckst.

Ja, diese Situation ist passiert und ich habe wohl auch mehr damit zu tun als mir in diesem Moment bewusst ist, aber ich akzeptiere diesen Zustand nun voll und ganz.

Es hilft ja nicht, denn der Zustand ist mit Akzeptanz da und ohne auch.

Also gehe ich lieber in den Zustand, der mir Heilung bringt. Und das geht über die vollständige Akzeptanz. Und schon alleine, wenn mir das gelingt, spüre ich wie es sich plötzlich leichter anfühlt. Ich spüre, dass ich nun in eine andere Energie komme, die mir hilft die Situation anzusehen und die mir hilft an die Ursache zu kommen. Es gibt einen Grund warum mir das passiert ist. Und der Grund ist nicht, dass da ein Loch war in das ich trat. Nein, der Grund ist ganz woanders zu suchen. Nämlich im Unterbewusstsein, in meiner Seele. Ich habe nun die schöne Situation mich 6 Wochen mit dieser Frage zu beschäftigen. Kann mich in dieser Zeit von meinem Mann verwöhnen lassen und übernehme die Verantwortung für diese Situation.

Ich alleine bin für dieses Missgeschick verantwortlich. Diese Verantwortung zu übernehmen gelingt aber nur, wenn ich aus der Opferrolle aussteige und die Situation akzeptiere. Und genau dieser Ablauf aktiviert unsere Selbstheilungskraft. Wenn es dann auch noch gelingt, die Ursache wirklich zu finden und sie in sich aufzulösen, braucht es auch kein weiteres Missgeschick mehr um etwas zu verstehen. Die Seele möchte dass wir wachsen. Sie möchte uns in ein leichteres, schönes Leben bringen. Uns dabei unterstützen. Auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

Wenn wir jedoch wieder wie festgenagelt im Alten steckenbleiben und jammern und lamentieren, dann wiederholen sich Unannehmlichkeiten ohne Ende.

Zusammengefasst kann ich dir sagen:

Wenn du eine körperliche oder psychische Dysbalance lebst, dann versuche als erstes dir zu erlauben den Ärger, die Wut oder sonstiges Gefühl dazu herauszulassen. Geh in das Gefühl hinein und lebe es mal kurze Zeit aus. Erlaube dir wütend zu sein. Schreie, weine, stampfe, schimpfe, boxe……lass es raus. Normalerweise ist das in einigen Stunden bis wenigen Tagen befriedet und du kannst nun ins Akzeptieren gehen. Akzeptiere dass du Symptome hast. Spüre dein Symptom und sag ihm dass du akzeptierst dass es da ist. Es möchte dir was sagen, dir etwas mitteilen. Es gibt dazu eine Ursache. Finde die Ursache. Gib dir Zeit dafür und wenn es dir einfach nicht gelingt, dann such dir jemanden der dir helfen kann. Du kannst z.B. mich dazu gerne anrufen und einen Ursachenfindungstermin (schickes Wort) geben lassen. Und gehe in deine Verantwortung. Nur du alleine hast dieses Ereignis manifestiert. Niemand sonst. Die Verantwortung bringt dich dann zu den Schritten, die dich in die Heilung bringen. Deine Seele verrät dir, was deinem Körper fehlt, wie du ihm helfen kannst und sie führt dich Schritt für Schritt in die Gesundheit. Deine Intuition aktiviert sich und du kennst und spürst plötzlich deinen nächsten Schritt. Alles Mögliche und Unmögliche kann passieren. Aber es ist der Weg in die Heilung.

Das war nun meine Geschichte zu meinem aktuellen Ereignis.

Meine Vision und mein Wunsch ist es, dir mit meiner ehrlichen und ausführlichen Beschreibung einen Weg zu vermitteln, der dir aus einer Krankheit oder sonstigen Situation heraus hilft, und dir die Schritte aufzeigt, die dich in deine Selbstheilung bringt. Denn wir sind alle miteinander verbunden. Wir spüren uns gegenseitig mehr als wir vermuten oder sogar glauben können. Aber es ist so. Erfahrung programmiert sich in das Quantenbewußtsein und wir alle können daraus schöpfen und Energie daraus ziehen. Jeder kann das und wir alle profitieren voneinander.

Ich wünsche dir die Energie und den Mut dich mit deinen Themen auszusöhnen und wenn du magst dann vertraue dich mir an und lass dir dabei helfen oder du kannst das sogar alleine. Wie auch immer. Gehe in deine Verantwortung und Heilung passiert.


Mit herzlichen Grüßen

Michaela Richter



P.S.: Ich ahne schon mein dahinterliegendes Thema zu diesem Ereignis. Ich werde mich die nächsten 6 Wochen gut mit mir beschäftigen und auch bestimmt wieder einige Entdeckungen in mir machen. Ich bin nach nur 3 Tagen mit der Situation ausgesöhnt und in meiner Eigenverantwortung. Ich fühle mich keinesfalls mehr als Opfer und Mitleid würde mich eher abschrecken.

Ich fühle mich gut und das wünsche ich dir auch.


#Bewusstseinsentwicklung