• Michaela Richter

Die Symbolsprache der Nahrung


Wusstest du schon, dass jedes Nahrungsmittel eine eigene Psyche, eine Seele, einen Charakter, ein Wesen, eine Individualität hat? Dass es mit einer bestimmten Hauptschwingung, einer Wellenlänge, einem Ton, einer Farbe resoniert? Spannend, oder?


Es ist der Geschmack, der angibt, dass du dieses oder jenes Lebensmittel brauchst um eine Art Gleichgewicht in dir selbst zu bewahren oder herbeizuführen, oder dass du dieses oder jenes Nahrungsmittel zur Unterstützung eines bestimmten Prozesses, sowohl psychisch als auch körperlich gut gebrauchen kannst.

Aber----das bedeutet nicht, dass du ohne weiteres völlig losgelöst alles essen kannst. Das heißt in der Praxis, wenn du große Lust auf Schokolade verspürst, dann wäre es unklug immer gleich eine Tafel davon zu verspeisen, denn das würde dem Körper und vermutlich auch der Seele nicht gut tun. Du würdest dir bestimmt Vorwürfe machen.

Hast du jedoch extreme Lust auf ein bestimmtes Nahrungsprodukt, dann tust du gut daran, zu verstehen, warum du so ein extremes Verlangen nach diesem spezifischen Nahrungsmittel empfindest. Du tust gut daran, dasjenige praktisch umzusetzen, wozu einen das Produkt auf psychologischem Gebiet auffordert, und bewahre beim Verzehr dieses Lebensmittels eine gewisse Ausgeglichenheit – also genieße es in Maßen, ohne Übertreibung – und dies sieht dann ja wieder bei jedem Menschen anders aus.


Nehmen wir einmal das überaus beliebte Suchtmittel Milchschokolade.


Die Schokolade sagt: Gib dich dir selbst hin! Komme zu einer Versöhnung mit dir selbst. Wende dich dir selbst nicht länger im Streit zu. Du bist gut, so wie du bist, warum willst du dich anders haben, warum bist du so hart und abweisend zu dir selbst?

Suchst du Wärme? Hole diese dann aus dir selbst. Gib dich dieser absoluten Akzeptanz hin, dem Liebesstrom, der totalen Abgeklärtheit in dir selbst. Eine Hingabe an das Mütterliche, Sanft-Weibliche in dir selbst.

Schokolade wird sich jene Menschen vorknöpfen, die stark unter den Patriarchalen Strukturen zu leiden haben; sowohl in sich selbst, als möglicherweise auch außerhalb. Sie werden sich nicht länger auf eine harte, dominante, rationale, patriarchale Weise sich selbst vorknöpfen, verurteilen oder kritisch missbilligen. Sie werden jetzt für ihr Gefühl offen sein und auf ihr Herz hören.

Entwickle also bewusst Liebe, Milderung, Verzeihung, Flexibilität und Mütterlichkeit in dir, während du gleichzeitig die Schokolade genießt. Denn es geht hier nicht um die Abstinenz des jeweiligen Nahrungsmittels, sondern darum die Botschaft dessen in dir wachzurufen.

Dann wird dein Verlangen von alleine kleiner, denn das Gleichgewicht ist wieder hergestellt.

Nehmen wir mal noch weitere „Suchtmittel“ unter die Lupe ihrer psychosomatischen Symbolik.


Die große Lust auf Kaffee, und schon morgens ist es das erste was man „braucht“ um überhaupt in den Tag zu kommen. Was sagt er dir?

Gestatte es dir selbst, sehr breit und weiträumig deinen Raum einzunehmen; nimm den Ort und die Zeit vollständig ein, die du brauchst, um du selbst zu sein. Selbst-Respekt. Das Leben in dir hat Vorrang vor allem. Alles andere muss hierfür weichen, wie wichtig es auch scheinen mag.

Kaffee steht für: zuerst auf dich selbst hören, auf die Sprache deines Herzens hören, was ist gut für dich? Kaffee bewahrt immer das Gleichgewicht, weist eine ausgewogene, klare Struktur auf.

Kaffee brennt darauf, sich an die Arbeit machen zu können, sich in das Leben schießen zu können.

Kaffee ist ein Symbol für die Begeisterung: man freut sich darauf, sich hineinzustürzen. Man sehnt sich danach vorwärtszugehen. Man hat Lust darauf.

Wenn du dich sehr nach Kaffee sehnst, dann magst du es gar nicht, wenn dich irgendjemand stört. „Lass mich in Ruhe, ich will lieber alleine sein und in Ruhe gelassen werden!“

Die Begeisterung wird von der nervösen dunklen Spannung und dem Gefühl der Frustration niedergedrückt. Energien scheinen blockiert zu sein wegen des Gefühls der Unzufriedenheit. Du sehnst dich nach Erweiterung, der Aufwertung, der Öffnung deines Selbstes. Du bist voller Energien, kannst dies aber nicht auf die richtige Weise einsetzen. Es geht hier um Frustration, nicht du selbst sein zu können in all der Weisheit. Du tust gut daran, dich zu erweitern. Gib dir den Raum den du brauchst. Respektiere dich und höre auf deine innere Stimme. Begeistere dich für das, was du für dein Leben möchtest und richte dich danach. Damit hast du die Seele, die Botschaft deiner Kaffeesucht in dir befriedet. Du lebst in dieser Entsprechung und genau das wollte dir deine Sucht sagen, dich darauf hinweisen.


Große Lust auf Käse, mit großen Löchern, wie Emmentaler, Leerdammer .

Diese Käsesorten stehen einerseits dafür, dass man es sich selbst ein wenig einfacher macht, den Gürtel etwas weniger straff um die Körpermitte spannt, und andererseits dafür, dass man zugleich einer Art Wachsamkeit, Anspannung behält. Ruhe und zugleich hellwach sein.

Seine Botschaft ist: Rege dich über nichts auf; iss ruhig, wenn du isst; schlafe ruhig wenn du schläfst; spanne erst deine Kräfte in dem Augenblick an, in dem du zum Handeln übergehst.

Ruhe erst, warte ein Weilchen, bevor du mit voller Energie vorwärts schießt.

Diese beiden Elemente werden bei diesen Käsesorten in den Vordergrund geschoben.

Stille vor dem Sturm. Hamstern für eine Zeit des Verbrauchs und der Verbrennung, Vorbereitung.

Wenn du ein großes Verlangen nach dieser Käsesorte hast, dann siehst du die Mängel, die Gebrechen, die „Löcher“ und bist ziemlich schnell auf der Suche nach „Wie soll ich dieses lösen?“ „Wie werde ich all dies beseitigen?“

Fazit: Sieh keine Probleme – im Voraus -, wo keine sind. Entspanne dein Wesen; Stemme dich nicht schon im Voraus dagegen, spanne dich nicht schon im Voraus an. Du besitzt genug Kraft in dem Moment, in dem dies nötig wäre. Lebe mehr im Jetzt-Moment.


Großes Verlangen nach Karotten

Karotten weisen auf das Erleben eines Energiefeldes durch den Menschen vom Kopf bis zu den Zehen hin. Sie ermahnen den Menschen dazu, nichts zu vergessen, nichts auszulassen. An alles muss gedacht werden. Kein einziger Teil des Selbst darf vernachlässigt werden, nicht im Körper und nicht im Geist.

Wenn du nach Karotten verlangst bist du auf der Suche nach dem Gleichgewicht von Himmel und Erde: du möchtest bestimmte, vernachlässigte Teile deines Selbst an die Oberfläche holen und um die notwendige Aufmerksamkeit ergänzen. Du möchtest in dir selbst eine Art von Mangel oder Ungleichgewicht beseitigen. Du kannst im Leben nicht weitergehen, solange diese vernachlässigten Teile nicht nachgearbeitet worden sind.

Karotten fordern ein gesundes Gleichgewicht zwischen dem „Hören“ auf sich selbst, dem Leben aus den eigenen Tiefen heraus einerseits, und der Kommunikation mit dem anderen, dem Zulassen dessen, was von außen kommt andererseits. Du möchtest dich völlig in „Besitz“ nehmen. Erst solltest du dir einen stabilen Unterbau besorgen, eine starke strukturelle Basis, dann erst kannst du dich emporrichten, wachsen und dich auf eine gleichmäßige Weise ausbreiten und entfalten. Karotten ermahnen dich daher auch dazu, dich selbst kräftig zu nähren, und dich stark sowohl mit geistiger als auch materieller Nahrung zu versehen.

Derjenige der sich nach Möhren sehnt, neigt manchmal dazu, sich zu sehr nach den anderen zu richten, sich mit Dingen zu füllen, die eigentlich nicht wirklich in sein rechtes Wachstum gehören.

„Lass los“, sagt die Möhre und verwirkliche dich selbst. Sorge für dein eigenes Wachstum und deine eigene Stabilität


Solltest du eine Abneigung gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel haben dann kann es sein, dass du nicht die geringste Verwandtschaft mit dem charakterlichen Wert oder der Energie des betreffenden Nahrungsmittels hast, oder du bist randvoll mit den Energien des betreffenden Nahrungsmittels. Du brauchst es einfach nicht.


Spannend das Ganze, oder?


Ich habe hier mal über vier Nahrungsmittel und ihre Symbolik geschrieben.

Vielleicht findest du dich ja in der einen oder anderen Beschreibung.


Wenn du magst, dann schreibe mir welches Nahrungsmittel dich beherrscht und ich schreibe im nächsten Blogartikel über die häufigst genannten Süchte und ihre psychologische Symbolsprache.

Ich freue mich darauf.


Wen das sehr interessiert, dem empfehle ich das Buch von Christiane Beerlandt: Das Füllhorn.

Es ist ein Buch mit 1070 Seiten und kostet natürlich schon eine Kleinigkeit.


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