• Michaela Richter

Reflux/Sodbrennen

Aktualisiert: 4. Juni 2019



Sodbrennen haben viele und es ist mal mehr und mal weniger schmerzhaft. Unangenehm ist es jedoch immer. Wie entsteht Reflux und Sodbrennen? Erwachsene mit Reflux (einem krankhaft gesteigerten Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre) halten die brennenden Schmerzen (Sodbrennen) die sie verspüren, meist für einen Überschuss an Magensäure, doch in Wirklichkeit trifft oft das Gegenteil zu. Häufig produzieren sie zu wenig oder der PH-Wert der Magensäure ist zu hoch. In unserem Körper spielen verschiedene PH-Bereiche eine Rolle. Der PH-Wert ist ein Maß für Azidität (Säurehaltigkeit) bzw. Alkalinität (Basenhaltigkeit). Der PH-Wert kann von 1 - 14 reichen, wobei 1 das saure Ende und 14 das alkalische Ende des Bereiches kennzeichnet. Der optimale PH der Magensäure liegt bei 1,9; das ist so sauer, dass Du Dich verätzen würdest, wenn etwas von der Säure auf deine Haut käme. Dass dies im Inneren Deines Körpers nicht geschieht, liegt daran, dass die Säure in Deinem Magen eingeschlossen und die Magenwand mit Zellen ausgekleidet ist, die diese Säure nicht nur selbst produzieren, sondern diese extreme Azidität auch aushalten können.Bei vielen Menschen ist der PH-Wert der Magensäure allerdings viel höher als 1,9 und damit zu hoch für eine reibungslose und gute Verdauung.Um tierisches Eiweiß optimal zu verdauen, sollte der PH bei 1,9 liegen, für die Verdauung von Stärke bei 2,1. Die Differenz scheint auf den ersten Blick nicht besonders groß zu sein, doch für den Körper kann sie den Unterschied zwischen einem entspannten und einem stark geblähten Bauch nach einer Mahlzeit bedeuten.Ein richtiger PH-Wert der Magensäure ist also wichtig um die Nahrung optimal zu verdauen. Geruch und Geschmack des Essens, aber auch die Kautätigkeit regen die Magensäureproduktion an.Die Magensäure hat die Aufgabe, die Nahrung in kleine Einheiten zu zerlegen. Mit einem PH- Wert von deutlich über 1,9 gelingt ihr das nicht und es entstehen größere Einheiten. Unser Körper weiß sehr genau, dass diese größeren Einheiten in den nachfolgenden Stationen des Verdauungstraktes nicht weiter abgebaut werden können. Deshalb lässt er den Nahrungsbrei nicht aus dem Magen in den Dünndarm übergehen, sondern würgt ihn nach oben, um ihn loszuwerden. Wenn uns der saure Nahrungsbrei dann die Speiseröhre verätzt, glauben wir, wir hätten zu viel Magensäure, obwohl diese in Wahrheit nur nicht sauer genug ist, um die Nahrung richtig zu zerlegen und ihren Weitertransport in den Dünndarm zu ermöglichen. Für die Speiseröhre ist auch die weniger saure Magensäure noch viel zu sauer, deshalb kommt es zu den Verätzungen und den brennenden Schmerzen. Solange die Magensäure im Magen eingeschlossen ist, gibt es keine Probleme, aber die Auskleidung der Speiseröhre und auch der erste Abschnitt des Dünndarms sind nicht für stark saure Inhalte gemacht. Viele Menschen mit Refluxproblemen bekommen die Symptome in den Griff, wenn sie auf die Zufuhr bestimmter für sie problematischer Lebensmittel (oft Kohlehydrate) verzichten.Absolut kontraproduktiv ist es zum Essen etwas zu trinken. Denn Wasser hat einen neutralen PH von 7, manchmal sogar noch höher, je nachdem wie hoch der Mineraliengehalt ist (je mehr Mineralien im Wasser gelöst sind, desto höher ist der PH).Was passiert wohl, wenn Du eine Flüssigkeit mit einem PH von 2 mit einer Flüssigkeit mit einem PH von 7 mischst? Richtig, es kommt zu einem Verdünnungseffekt. Dabei brauchen wir doch die ganze Verdauungskraft, um aus der Nahrung so viel Nährstoffe wie möglich herauszuholen.Ich empfehle daher, wenn möglich, 30 Minuten vor und nach einer Mahlzeit kein Wasser zu trinken. Logischerweise haben auch andere Getränke einen höheren PH-Wert und sollten zum Essen genauso vermieden werden. Das bedeutet zwar eine Umstellung, aber bei Magenproblemen könnte man das schon mal als erstes ausprobieren. Sodbrennen haben viele und es ist mal mehr und mal weniger schmerzhaft. Unangenehm ist es jedoch immer. Wie entsteht Reflux und Sodbrennen? Erwachsene mit Reflux (einem krankhaft gesteigerten Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre) halten die brennenden Schmerzen (Sodbrennen) die sie verspüren, meist für einen Überschuss an Magensäure, doch in Wirklichkeit trifft oft das Gegenteil zu. Häufig produzieren sie zu wenig oder der PH-Wert der Magensäure ist zu hoch. In unserem Körper spielen verschiedene PH-Bereiche eine Rolle. Der PH-Wert ist ein Maß für Azidität (Säurehaltigkeit) bzw. Alkalinität (Basenhaltigkeit). Der PH-Wert kann von 1 - 14 reichen, wobei 1 das saure Ende und 14 das alkalische Ende des Bereiches kennzeichnet. Der optimale PH der Magensäure liegt bei 1,9; das ist so sauer, dass Du Dich verätzen würdest, wenn etwas von der Säure auf deine Haut käme. Dass dies im Inneren Deines Körpers nicht geschieht, liegt daran, dass die Säure in Deinem Magen eingeschlossen und die Magenwand mit Zellen ausgekleidet ist, die diese Säure nicht nur selbst produzieren, sondern diese extreme Azidität auch aushalten können.Bei vielen Menschen ist der PH-Wert der Magensäure allerdings viel höher als 1,9 und damit zu hoch für eine reibungslose und gute Verdauung.Um tierisches Eiweiß optimal zu verdauen, sollte der PH bei 1,9 liegen, für die Verdauung von Stärke bei 2,1. Die Differenz scheint auf den ersten Blick nicht besonders groß zu sein, doch für den Körper kann sie den Unterschied zwischen einem entspannten und einem stark geblähten Bauch nach einer Mahlzeit bedeuten.Ein richtiger PH-Wert der Magensäure ist also wichtig um die Nahrung optimal zu verdauen. Geruch und Geschmack des Essens, aber auch die Kautätigkeit regen die Magensäureproduktion an.Die Magensäure hat die Aufgabe, die Nahrung in kleine Einheiten zu zerlegen. Mit einem PH- Wert von deutlich über 1,9 gelingt ihr das nicht und es entstehen größere Einheiten. Unser Körper weiß sehr genau, dass diese größeren Einheiten in den nachfolgenden Stationen des Verdauungstraktes nicht weiter abgebaut werden können. Deshalb lässt er den Nahrungsbrei nicht aus dem Magen in den Dünndarm übergehen, sondern würgt ihn nach oben, um ihn loszuwerden. Wenn uns der saure Nahrungsbrei dann die Speiseröhre verätzt, glauben wir, wir hätten zu viel Magensäure, obwohl diese in Wahrheit nur nicht sauer genug ist, um die Nahrung richtig zu zerlegen und ihren Weitertransport in den Dünndarm zu ermöglichen. Für die Speiseröhre ist auch die weniger saure Magensäure noch viel zu sauer, deshalb kommt es zu den Verätzungen und den brennenden Schmerzen. Solange die Magensäure im Magen eingeschlossen ist, gibt es keine Probleme, aber die Auskleidung der Speiseröhre und auch der erste Abschnitt des Dünndarms sind nicht für stark saure Inhalte gemacht. Viele Menschen mit Refluxproblemen bekommen die Symptome in den Griff, wenn sie auf die Zufuhr bestimmter für sie problematischer Lebensmittel (oft Kohlehydrate) verzichten.Absolut kontraproduktiv ist es zum Essen etwas zu trinken. Denn Wasser hat einen neutralen PH von 7, manchmal sogar noch höher, je nachdem wie hoch der Mineraliengehalt ist (je mehr Mineralien im Wasser gelöst sind, desto höher ist der PH).Was passiert wohl, wenn Du eine Flüssigkeit mit einem PH von 2 mit einer Flüssigkeit mit einem PH von 7 mischst? Richtig, es kommt zu einem Verdünnungseffekt. Dabei brauchen wir doch die ganze Verdauungskraft, um aus der Nahrung so viel Nährstoffe wie möglich herauszuholen.Ich empfehle daher, wenn möglich, 30 Minuten vor und nach einer Mahlzeit kein Wasser zu trinken. Logischerweise haben auch andere Getränke einen höheren PH-Wert und sollten zum Essen genauso vermieden werden. Das bedeutet zwar eine Umstellung, aber bei Magenproblemen könnte man das schon mal als erstes ausprobieren.

Wie kann man nun die Magensäureproduktion anregen? Wie bereits erwähnt wird die Magensäureproduktion von Geruch und Geschmack der Nahrung sowie durch Kautätigkeit angeregt. Das Gleiche lässt sich aber auch erreichen, wenn man Zitronensaft oder Apfelessig trinkt. Ausgelöst von der Kautätigkeit erhält das Gehirn die Nachricht, dass Essen auf dem Weg ist, und es leitet diese Information an den Magen weiter, damit dieser sich darauf einstellt. Wenn wir das Essen nicht richtig kauen, sondern nur hinunterschlingen, fallen diese Botschaften aus. Früher haben sich die Menschen sehr viel mehr Zeit für die Nahrungszubereitung genommen und während das Gericht vor sich hin köchelte, entstanden Aromen, die das kommende Mahl ankündigten. Diese Düfte signalisieren dem Magen, dass demnächst Essen zu erwarten ist. Kommt die Nahrung dann auch noch in zu großen Stücken in den Magen ist er heillos überfordert und nichts funktioniert mehr so wie es sollte. Zitronensaft und Apfelessig stimuliert die Magensäureproduktion auf physiologischem Weg. Idealerweise trinkt man sie fünf bis zwanzig Minuten vor dem Frühstück oder auch vor jeder anderen Mahlzeit. Du kannst beispielsweise mit einem halben Teelöffel Apfelessig auf 1 Glas Wasser beginnen. Im Laufe der nächsten Tage und Wochen steigerst Du es nach und nach auf einen Esslöffel Apfelessig und verringerst allmählich die Wassermenge. Wenn Dir ein Zitronensaft lieber ist, beginne mit dem Saft einer halben Zitrone auf 1 Glas warmes Wasser. Steigere es mit der Zeit auf den Saft einer ganzen Zitrone mit weniger Wasser.Wenn Du diese Tipps befolgst, sollte Deine Magensäureproduktion eigentlich in Schwung kommen. Noch ein letzter Tipp:Mit dem Zähneputzen nach der Mahlzeit warte allerdings besser eine halbe bis eine Stunde, nachdem du säurehaltige Speisen und Getränke zu Dir genommen hast, damit der Zahnschmelz nicht leidet. In diesem Sinne - gute Verdauung !


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